1952, 1953, 1958, 1959, 1962, 1965, 1966, 1970, 1972, 1974, 1975, 1977, 1978, 1979, 1982, 1984, 1987,

1988, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1998, 1999, 2000, 2002, 2003, 2005, 2007, 2010

 

1952:

Der damalige Oberturnwart Reinhold Greive und der damalige Jugendturnwart Hans-Günther Fascies hatten die Idee einen Turnspielmanns- oder Fanfarenzug zu gründen nachdem sie auf Turnfesten irgendwo im Münsterland einen solchen begegnet waren. Aufgrund der schmalen Finanzmittel konnten keine passenden Instrumente für einen Spielmannszug angeschafft werden. Beide erinnerten sich  an das heimische Reichsarbeitsdienstlager in der Bauernschaft Brock wo alte Instrumente vorhanden sein sollten. Aber keiner wusste genau, wo diese verblieben waren. Weitere Nachforschungen blieben erfolglos. Nunmehr sollten die Spielleute aus der Zeit des ehemaligen Turnvereins ausfindig gemacht werden, um so an alte Instrumente zu gelangen. Mit zwei Flöten und später zwei weiteren Flöten und einer Trommel lohnte sich der Beginn. Ein Aufruf an junge Leute wurde im SG-Kasten aufgehängt. 15 Interessierte erschienen zur Gründung des Spielmannszuges der „SG“ Sendenhorst im Umkleideraum in der alten Turnhalle in der Mühlenkuhle. Die Männer der ersten Stunde waren:

Paul Berheide, Heinz Brandherm, Heinrich Bülte, Hans-Günther Fascies, Helmut Fischer, Werner Fronholt, Reinhold Greive, Josef Gunnemann, Heinrich Kersting, Helmut Kruse, Hans Pawlick, Bernhard Schmitz, Paul Wegmann, Heinz Westhues sowie August Zipper-Mannefeld.

Nach nur knapp einer halben Stunde war der neue Spielmannszug der „SG“ Sendenhorst im Mai 1952 als vierte Abteilung der Turnabteilung gegründet. Nun mussten Übungsraum, Übungsleiter sowie Instrumente beschafft werden. Nach Anfragen bei der Stadt wurde den Männern der ersten Stunde die einstigen Schulräumlichkeiten in den Baracken der Mühlenkuhle bereit gestellt. Mit dem nahenden Winter musste jedoch ein neuer Übungsraum her, denn beheizte Räume waren bitter notwendig. Da der Gastronom und somit Gönner und Förderer des Spielmannszuges Paul Haake davon hörte, stellte er den Spielleuten unendgeldlich einen Raum im späteren Haus Peiler zur Verfügung. Als Übungsleiter wurde der ehemalige münsterische Stadtamtmanns Kruse vorgesehen, der so schnell absagte wie er zugesagt hatte. Reinhold Greive und Hans-Günther Fascies kam zu Ohren, dass der in Enniger aktive Flötist Anton Haarmeyer das Musikwissen vermitteln könnte. Sie suchten mit ihm das Gespräch und es war erfolgreich. Man dachte zuerst der Spielmannszug sei eine „Eintagsfliege“, doch durch Anton Haarmeyers Idealismus, Selbstdisziplin, Energie und Einsatzbereitschaft brachte er einen Kreis lern begeisterter junger Menschen mit in den Spielmannzug und engagierte sich in der Flötenausbildung. Der Münsteraner Josef Schuhmacher kümmerte sich von 1955-1972 um die Trommelausbildung. 

 

1953:

Anton Haarmeyer erhob voller Stolz zum ersten Mal den Tambourmajorstab in der Öffentlichkeit Anfang 1953 auf dem SG-Karneval im Saal des Vereinslokals Werring.

 

1958:

Werner Fronholt wird Tambourmajor des Spielmannszuges der „SG“ Sendenhorst.

 

1959:

1959 lud der Spielmannszug zum großen Spielmannszugwettstreit mit 20 Musikzügen aus ganz Westfalen ein. So etwas hatte die Stadt Sendenhorst bis dahin noch nicht gesehen und es wurde mit einem rauschenden Ball im Saale Kaupmann gefeiert. Anton Haarmeyer ist in den Anfängen des Spielmannszuges in den Vordergrund zu rücken.

 

1962:

Der Spielmannszug feierte sein 10-jähriges Bestehen und stellte den SG-Elferrat.

 

1965:

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 650-jährigen Bestehen der Stadt Sendenhorst musste der Spielmannszug 1965 fast jeden Tag aufspielen. Im Anschluss wurde ein Freundschaftstreffen mit 5 Spielmannszügen veranstaltet.

 

1966:

Der Spielmannszug stellte den SG-Elferrat mit der ersten Karnevalsprinzessin.

 

1970:

Werner Fronholt wird 1. Vorsitzender. Der Spielmannszug hatte auf dem Sommerfest des münsteraner Mühlenvereins für die musikalische Untermalung gesorgt. Als Dank dafür wurde ihm 1970 ein Tambourmajorstab gestiftet.

 

1972:

Bereits rund 30 Mitglieder zählte der Spielmannzug beim 20-jährigen Bestehen im Jahre 1972. Erfreulich war damals die große Zahl an Musikerinnen, die in vielen Spielmannszügen noch die Ausnahme waren. Der Spielmannszug war den Sendenhorstern ans Herz gewachsen und somit musste man sich um Nachwuchs keine Sorgen machen.

 

1974:

Theo Haarmeyer wird 1. Vorsitzender.

 

1975:

1975 wurde Günther Fronholt 1. Vorsitzender und Anton Haarmeyer wurde Ehrenmitglied der „SG“ Sendenhorst. Im selben Jahr erklärte der Spielmannszug den Austritt aus der Sportgemeinschaft. Nach klärenden Gesprächen konnte der Wiedereintritt erreicht werden.

 

1977:

Zum Jubiläum des 25.-jährigen Bestehens eröffneten die 40 Spielleute des Spielmannszuges im Jahre 1977 die vierte Sendenhorster Zeltwoche unter dem Motto „Musikfest für das Münsterland“.

 

1978:

Der Spielmannszug erreichte bei einem Wettstreit in Beckum Sempertal den 3. und der Tambourmajor den 2. Platz. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war die Wochenendfahrt nach Koblenz.

 

1979:

Beim Wettstreit 1979 in Beckum-Roland gelang der Aufstieg aus der B-Klasse in die A-Klasse.

 

1982:

1982 wurde Anton Haarmeyer zum Ehrentambourmajor der Spielleitervereinigung Lippe-Ems (Kreis WAF und Gütersloh) ausgezeichnet.

 

1984:

Karnevalistisch ging es zu, denn die viertälteste SG-Abteilung stellte den SG-Elferrat.

 

1987:

Der Vorstand wurde komplett umgestellt. Nach 13 Jahren gab Günther Fronholt seinen Posten als 1. Vorsitzenden ab und wurde als zweiter Vorsitzenden gewählt. Von dort an führte Ilga Zirk als 1. Vorsitzende den Spielmannszug (für 2 Jahre). Jürgen Haarmeyer wurde Übungsleiter und fungierte als 2. Tambourmajor. Schriftführer wurde Willy Heinrichbrummel. Jürgen Zirk verwaltet seitdem die Kasse des Spielmannszuges. Der erste Trommler August Zipper-Mannefeld sowie der erste Tambourmajor Anton Haarmeyer und sein Frau Mine verstarben 1987.

 

1988:

Renate Fronholt schoss beim internen Schützenfest des Spielmannszuges als erste Frau den Vogel ab und wird erste Königin. Ilga und Resi Zirk folgten ihr unmittelbar. Seit 1988 wird auch unter den Jugendlichen ein eigener König ermittelt.

 

1989:

Willy Heinrichbrummel wurde zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt währenddessen Ilga Zirk das Amt des der Schriftführerin übernahm. 

 

1990:

Die Märsche wurden von Grifftabellen auf Noten umgestellt. Der Spielmannszug stellte den SG-Elferrat. In allen SG-Abteilungen wurde das neue Amt der Frauenwartin eingeführt. Resi Zirk besetzte den neuen Posten beim Spielmannszug. Desweiteren trat eine neue Geschäftsordnung in Kraft, da seit der Gründung immer noch die erste Satzung Gültigkeit hatte.

 

1991:

Werner Fronholt übernahm 1991 die musikalische Leitung.

 

1992:

Jürgen Haarmeyer übernimmt das Amt des Tambourmajors.

Bei dem 40.- jährigem Jubiläum des Spielmannszuges wurde Tambourmajor Jürgen Haarmeyer geehrt sowie Günther Fronholt aufgrund seiner langjährigen Mitarbeit im Vorstand zum Ehrenvorsitzenden des Spielmannszuges ernannt.

 

1993:

Fahrt zum 31. Borbergfest in der Partnergemeinde Kirchberg.

 

1994:

Beim internen Schützenfest des Spielmannszuges gab es erstmalig für die Jugendlichen eine Jugendkönigskette zu erringen. Alle Medaillen der Jugendkönige seit 1988 wurden nachträglich an diese Jugendkönigskette angebracht. Die neue Jugendkönigskette ging an Jenny Höhne.

Im Alter von 47 Jahren verstarb der 1. Vorsitzende Willy Heinrichbrummel viel zu früh. Sein Nachfolger wurde Rolf König. Eine besondere Ehrung erhielt Günther Fronholt für seine 40-jährige aktive Treue zum Spielmannszug.

 

1995:

Teilnahme am 110-jährigen Bestehen der Sendenhorster Feuerwehr sowie am Jubiläum des Kolping-Blasorchesters Albersloh.

 

1996:

Teilnahme an der großen Musikschau des Fanfarenzuges Blau-Weiß Sendenhorst.

 

1998:

Theo Haarmeyer wurde an seinem 60. Geburtstag zum ersten Ehrenmitglied des Spielmannszuges ernannt.

 

1999:

Der Spielmannszug stellte auch in diesem Jahr den SG-Elferrat. Der SG-Prinz Michael Poppenborg kam wieder einmal aus den eigenen Reihen und sorgte mit den anderen Hippies für tolle Stimmung beim SG-Karneval sowie beim Rosenmontagsumzug.

Nach 400 Schuss Munition und weiteren 192 Treffern mit einem Baseball in der Dunkelheit wurde Klaus Zirk der neue interne „Jahrtausend-Mondscheinkönig“ des Spielmannszuges.

 

2000:

Im Millenium- & Jubiläumsjahr stand Ulla Hinz dem Spielmannszug vor. Rolf König wurde Geschäftsführer. Der 2. Vorsitzende Jürgen Haarmeyer, Kassierer Jürgen Zirk und Frauenwartin Sylvia Schlichting wurden in ihren Ämtern bestätigt.

 

2002:

Im Mai 2002 feiert der Spielmannszug mit sein 50. Vereinsjubiläum.

 

2003:

Jürgen Haarmeyer übernimmt das Amt des 1. Vorsitzenden.

 

2005:

Unser Ehrenvorsitzender Günther Fronholt erhält einen Orden für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit. Zwei Wochen später verstirbt er.

Der Vorstand erhält durch diverse neue Vorstandsmitglieder frischen Wind. Jenny Höhne wird 1. Vorsitzende, als 2. Vorsitzende & Geschäftsführerin wird Ilga Zirk gewählt. Der Posten des Geschäftsführers wird mit dem Amt des 2. Vorsitzenden zusammengelegt und aus der Satzung gestrichen. Der 2. Tambourmajor André König führt künftig den Spielmannszug als 1. Tambourmajor an. Neue Jugend- & Frauenwartin wird Yvonne Zirk. Das Amt der Schriftführerin übernimmt Karin Kaldewei. Jürgen Zirk ist und bleibt Kassierer.

2005 zieht der Spielmannszug vom längjährigen Vereinslokal Peiler ins neue Vereinslokal Bürgerhaus um.

 

2007:

Der Spielmannszug stellt den Elferrat und sorgt im Dschungel u. a. mit Marcel Schumann alias Mogli für gute närrische Stimmung.

 

2010:

Wir veranstalten anlässlich des 100- jährigen Jubiläum der „SG“ Sendenhorst mit dem Spielmannszug Albersloh und der Feuerwehrkapelle Sendenhorst ein Konzert.

Das wöchentliche Üben und das Streben nach Verbesserung seit der Gründung des Spielmannszuges führte und führt weiterhin zum Erfolg. Bis heute verfügt der Spielmannszug über ein breites Musikrepertoire von Marsch- bis hin zur Unterhaltungsmusik. Somit ist der Spielmannszug auf vielen Schützenfesten oder diversen Veranstaltungen zu sehen und hält seit 49 Jahren dem Hoetmarer Schützenverein die Treue…

 

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